Mathe mit Privatlehrer:

individuell - zielgerichtet - effizient

 

Nachhilfe ist im Lauf der Zeit zu einem großen Geschäft geworden - eine Dienstleistung, für die mittlerweile mehr als 100 Millionen Euro im Jahr ausgegeben werden. Personal Trainer gibt es heute in vielen Bereichen - vom Fitness-Coach bis zum Stilberater, vom Innenarchitekten bis zum Wedding Planer.

In diesem Sinn verstehe ich mein Angebot als professionelle Unterstützung für alle, die Bedarf dafür im Zusammenhang mit Mathematik haben. Meiner Überzeugung nach entsteht ein solcher Bedarf vielfach nicht durch "Defizite" von Schüler/innen, die "im Unterricht nicht mitkommen". Stellvertretend für viele Kritikpunkte seien hier zwei offensichtliche "Konstruktionsfehler" unseres Schulsystems erwähnt, bei denen es - auch ohne lerntheoretische Begründung und empirische Studien - augenscheinlich ist, dass es so nicht funktionieren kann:

  • 50 Minuten Englisch, 50 Minuten Französisch, 50 Minuten Geschichte, 50 Minuten Mathematik, 50 Minuten Latein, 50 Minuten Biologie; ohne nennenswerte Pausen dazwischen - niemand kann sich diese Fülle an Informationen auch nur annähernd merken, geschweige denn die Inhalte sinnvoll verarbeiten
  • Schüler/innen - auch wenn sie im selben Jahr geboren sind - machen nicht 9, 12 oder 13 Schuljahre lang "im Gleichschritt" dieselben Lern- und Entwicklungsschritte. Ein für alle gleicher Unterricht passt so eher zufällig mit den Kompetenzen und Ansprüchen des einen oder der anderen zusammen.

Vieles davon kann man sich oftmals selbst erarbeiten; vieles auch in Zusammenarbeit mit Freund/innen, Geschwistern, Eltern etc. Wenn diese Ressourcen nicht ausreichen, kann oft ein professionelles Coaching weiterhelfen.

Konkret sind dabei folgende Maßnahmen (beispielhaft) möglich:

  • "klassische" Nachhilfe als regelmäßige Lernbegleitung oder auch punktuell dort, wo konkret Probleme auftreten (ich denke, man kann nicht pauschal sagen, was besser oder schlechter ist - das hängt sehr stark vom individuellen Vorwissen, persönlichen Lernstrategien und vielen anderen Rahmenbedingungen ab)
  • Infos / Lösungsstrategien zu konkret formulierten Fragen (bei vorhandenem Grundverständnis) zeitnah auch per email, Facebook, WhatsApp
  • systematische Prüfungsvorbereitung für Abschlussprüfungen (Matura); durch die zentrale Fragestellung ist dies unabhängig vom "sonstigen" Unterricht möglich, da es keine "Insiderinformationen" hinsichtlich der Prüfungsfragen mehr gibt
  • individueller Unterricht für konkrete Themenbereiche / Kompetenzen, die "versäumt" wurden (zB durch Auslandsaufenthalte, längere Krankheit, "übersprungene" Klassen, Schulwechsel, ...)
  • Vorbereitung auf kommende Herausforderungen: vorhandenes Vorwissen ist einer der größten Erfolgsfaktoren für Lernprozesse - da zum größten Teil bekannt ist, was im kommenden Schuljahr auf einen zukommt, kann man durchaus gezielt daran arbeiten

Das Angebot ist nicht auf den Schulbereich (Matura) beschränkt. Gerne können Sie mich auch kontaktieren, wenn Sie zB im Rahmen eines Studiums auf mathematische Herausforderungen stoßen.

 

Was mein Angebot nicht beinhaltet:

  • Ich will niemanden davon überzeugen, wie toll oder faszinierend Mathematik ist. Man kann sich natürlich dafür interessieren (ich hab's ja auch freiwillig studiert :-) ), so wie sich andere für abstrakte Malerei oder Didgeridoo-Spielen begeistern. Aber das sind persönliche Vorlieben, die nicht allgemein gültig sind.
    Obwohl es natürlich stimmt, dass Mathematik mehr Spaß macht, wenn man raus hat wie es geht und sich auch Erfolgserlebnisse einstellen.
  • Ich will die Inhalte von Lehrplänen nicht verteidigen. Den Großteil davon wird man im Leben nicht brauchen. So wie man nicht selbst Eier legen muss, um ein Omelette zu backen, braucht man keine Kenntnisse in sphärischer Koordinatengeometrie, um ein Navi im Auto zu bedienen. Und das Fußballspiel im Fernsehen wird nicht spannender, wenn man weiß, durch welche Differentialgleichungen sich die Bahn des Satelliten beschreiben lässt, der die Fernsehsignale überträgt.
    Es trifft natürlich zu, dass hier mathematische Prinzipien im Hintergrund wirken. Sich mit diesen Prinzipien auseinanderzusetzen, könnte grundsätzlich ein vertieftes und kritisches Verständnis unserer Welt und/oder unseres Weltbildes fördern. Von einem so verstandenen Bildungsbegriff ist Mathematikunterricht jedoch in aller Regel sehr weit entfernt.

Wie ich die Mathematik sehe:

  • Mathematik ist für manche Menschen (ich will gar nicht abstreiten, dass ich da dazugehöre) faszinierend. Mathematik ist auch wichtiges und erfolgreiches Hilfsmittel vieler (Natur-)Wissenschaften. Hier wird die Richtigkeit der mathematischen Methode durch die experimentelle Bestätigung ihrer Ergebnisse gesichert; die Zweckmäßigkeit spricht für den Einsatz der Mathematik.
    Daraus im nächsten Atemzug abzuleiten, "die Welt" sei durch Zahlen beschreibbar oder "Mathematik sei die Sprache der Natur" oder "Mathematik sei der Schlüssel zur Welt" usw. ist ziemlich verwegen. Innerhalb der Mathematik drückt man sich sogar um die Frage herum, was denn Zahlen nun eigentlich sein sollen. Mathematik beschäftigt sich mit den Eigenschaften von Zahlen, die "Existenz" von Zahlen wird dabei mehr oder weniger stillschweigend vorausgesetzt. Wiederum dient die Erfahrung, dass die mathematischen Erkenntnisse "schon so stimmen", als Ersatz für einen zwingenden Beweis. Erkenntnistheoretisch ist das mit dem Begriff der "Zahl" sehr viel schwieriger :-)
  • Mathematik generiert im Übrigen auch kein "sicheres" Wissen oder absolut gültige Einsichten in die "Beschaffenheit der Welt" oder wie auch immer man das ausdrücken mag. Mathematische Sätze sind keine "absolute" Wahrheit. Wer solches behauptet, hat sich vielleicht nie bis zum Gödel'schen Unvollständigkeitssatz vorgearbeitet: die Widerspruchsfreiheit der Mathematik ist nicht beweisbar (salopp formuliert ;-)). Mit anderen Worten: das gesamte System der Mathematik könnte völlig unsinnig sein, weil sich daraus zu jeder Aussage genausogut das Gegenteil ableiten lässt (also zu jeder Aussage der "Widerspruch" genauso "richtig" ist). Es gibt zwar aktuell keinerlei Anlass zur Annahme, die Mathematik sei in diesem Sinn "völlig unsinnig"; aber wir werden es gleichzeitig niemals sicher wissen.
    Mathematik (moderne Naturwissenschaft generell) ist eine Leistung des kritischen, rationalen, um Objektivität und intersubjektive Nachprüfbarkeit bemühten Denkens. Ich halte das tatsächlich für eine große Errungenschaft. Gödel's Unvollständigkeitssatz ist in meinen Augen jedoch gleichzeitig die Mahnung, dieses kritische Denken nicht umgehend wieder durch einen "Glauben" an die "Wahrheit der Mathematik" aufzugeben.
    Die Fragen, die man als Schüler/in bei der Matura richtig ankreuzen soll, sind andererseits von solchen Aspekten der Mathematik ohnehin meilenweit entfernt...